Landkreis Leer: Ab Montag gelten wieder alte Corona-Regeln

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12. März 2021

Landkreis Leer: Ab Montag gelten wieder alte Corona-Regeln

Kreisgebiet wird zur Hochinzidenzkommune erklärt / Ab nächster Woche vorerst kein Terminshopping mehr möglich

Der Landkreis Leer liegt an diesem Freitag den dritten Tag hintereinander über dem Corona-Inzidenzwert von 100. Weil der Krisenstab davon ausgeht, dass diese Tendenz zunächst anhalten wird, wird sich der Landkreis zur Hochinzidenzkommune erklären. Das geschieht mit einer Allgemeinverfügung, die am Sonnabend in den hiesigen Tageszeitungen erscheint.

In einer Hochinzidenzkommune müssen gemäß der niedersächsischen Corona-Verordnungen die seit dieser Woche geltende Lockerungen zurückgenommen werden. Geschäfte des Einzelhandels im Kreisgebiet müssen deshalb ab dem kommenden Montag wieder schließen und das sogenannte Terminshopping einstellen. Es gelten dann auch wieder die Kontaktbeschränkungen, wie sie bis zum Sonntag, 7. März, in Kraft waren. Das heißt: Es sind nur Treffen zwischen einem Haushalt und einer weiteren Person zulässig.

„Wir bedauern das sehr, zumal viele Menschen die Lockerungen herbeigesehnt haben, aber die aktuelle Lage lässt keine andere Entscheidung zu“, sagt Landrat Matthias Groote. Der Inzidenzwert werde auch in der nächsten Zeit sehr wahrscheinlich über der Schwelle von 100 liegen. Groote weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass die Landräte in Niedersachen eine Regelung anstreben, dass Terminshopping auch in Hochinzidenzgebieten möglich bleibt.

Lockerungen können wieder zugelassen werden, wenn der Landkreis Leer nicht mehr Hochinzidenzgebiet ist. Voraussetzung dafür ist, dass an sieben aufeinanderfolgenden Tagen der Inzidenzwert nicht höher liegt als 100 - und dass diese Entwicklung als stabil eingeschätzt wird. Per Allgemeinverfügung wird dann bekannt gemacht, ab welchem Tag die Kommune kein Hochinzidenzgebiet mehr ist.

Der Grund für die hohe Inzidenz ist weiterhin eine Vielzahl von Neuinfektionen. Für Freitag wurden dem Gesundheitsamt 46 neue Fälle gemeldet - darunter eine hohe Zahl von Folgefällen, die auf schon bekannte Infektionen zurückgehen. Auffällig ist auch, dass der Anteil jüngerer Menschen größer wird.

Zum ersten Mal gewinnt die Virus-Mutation B1.1.7 die Oberhand. In zwei Fällen wurde erstmals auch die südafrikanische Variante nachgewiesen. Von den 431 akuten Fällen stehen 50,5 Prozent in Zusammenhang mit Mutationen. Schwerpunkte des Infektionsgeschehens im Kreisgebiet sind weiterhin die Stadt Leer mit 112 akuten Fällen und die Gemeinde Westoverledingen mit 75 Fällen.

Unabhängig von der Erklärung zur Hochinzidenzkommune ist die Frage zum Besuch der Schulen zu betrachten. Hier gelten andere Regelungen. Die Schulleitungen werden Eltern sowie Schülerinnen und Schüler informieren.

Kindertagesstätten dürfen derzeit nur eine Notbetreuung bis 50 % anbieten.
 

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