Borkum - Küstenreinigungstag

Strandverschmutzung

Eigentlich wollte man nur einen schönen Spaziergang am Strand unternehmen, den Sonnenuntergang, die frische Luft oder das Meeresrauschen genießen und dann bleiben die Augen doch an etwas ganz anderem hängen, wenn man den Blick schweifen lässt: Hier lugt eine Plastiktüte aus dem Sand hervor, dort Plastikflaschen und dazwischen immer wieder Stücke dünner Plastikschnüre.
 

Dass die Verschmutzung mit nicht abbaubarem Müll verheerende Folgen für die Umwelt hat, ist allgemeiner Konsens. Doch betrifft das Problem nicht nur Deutschland oder die Küsten, sondern ist ein Problem auf das seit 1986 jährlich mit dem sogenannten „International Coastal Cleanup Day“ aufmerksam gemacht wird. Überall auf der Welt engagieren sich freiwillige Helferinnen und Helfer die Strände und Küsten von Müll und Verschmutzungen zu befreien.  Die Aktion gilt damit als weltweit größte ehrenamtliche dieser Art und setzt Jahr für Jahr ein Zeichen für den Schutz der Meere. Insbesondere die Auswertung über die sogenannten OSPAR Meldebögen hatte in der Vergangenheit große Auswirkungen auf politische Entscheidungen und gesellschaftliche Veränderungen. So kann die Ende 2018 vom Europaparlament getroffene Entscheidung, ein Verbot von Trinkhalmen, Einweggeschirr, Wattestäbchen und anderen Wegwerfprodukten aus Plastik bis 2021 zu bewirken, bereits als deutlicher Erfolg verbucht werden.
 

Borkum, seit Jahren Teil der Kampagne, wird sich auch dieses Jahr wieder beteiligen. Dazu laden der NABU Borkum, der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, die Abfallwirtschaftsbetriebe des Landkreis Leer sowie die Stadt Borkum und die Wirtschaftsbetriebe der NBG Borkum alle freiwilligen Helferinnen und Helfer herzlich ein,
 

am 20.09.2020 um 10.00 Uhr am Ende des Teerdeichs
 

teilzunehmen. Jede helfende Hand ist gern gesehen, egal ob Borkumer oder Gast! Müllsäcke werden gestellt. Auf Grund der Corona-Pandemie müssen jedoch Handschuhe und Mundschutz selbst mitgebracht werden. Die Veranstaltung findet unter Einhaltung der geltenden Corona-Verordnung statt.