Corona / Informationen für die Wirtschaft

Stufenplan 2.0

Drei Stufen enthält der von der Landesregierung beschlossene Stufenplan 2.0. - mit jeweils unterschiedlichen Lockerungsschritten, abhängig von den Inzidenzen.

Welche Lockerungen in den unterschiedlichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen zu erwarten sind, finden Sie in diesem PDF-Dokument.
 

Die tagesaktuell im Landkreis Leer geltenden Regelungen finden Sie auf unserer Website.
 

Härtefallhilfen in Niedersachsen

Die Härtefallhilfen sind ein gemeinsames Programm des Bundes und der Länder. Zielgruppe sind Unternehmen, deren wirtschaftliche Existenz infolge der Corona-Pandemie bedroht ist und die unter den bestehenden Corona-Hilfsprogrammen bisher nicht berücksichtigt wurden
 

Nachfolgend finden Sie einen Überblick der Eckpunkte der Härtefallhilfe in Niedersachsen:

  • Antragsberechtigte: Unternehmen unabhängig von ihrer Rechtsform, die wirtschaftlich am Markt tätig sind (einschließlich gemeinnützigen Unternehmen (Sozialunternehmen), Organisationen und Vereinen)
  • Voraussetzung: Unternehmen sind durch die Corona-Pandemie besonders hart getroffen und waren für den Förderzeitraum November 2020 bis Juni 2021 nicht antragsberechtigt für die bisherigen Corona-Hilfen – d. h. Überbrückungshilfe II, Überbrückungshilfe III, Novemberhilfe, Dezemberhilfe
    (Hinweis: Weitere gewährte Leistungen aus anderen gleichartigen Corona-bedingten Förderprogrammendes Bundes und der Länder aufgrund der Betriebsschließung und / oder Betriebseinschränkung und aus Versicherungen erhaltene Zahlungen gehen der Härtefallhilfe Niedersachsen vor, soweit die Fördergegenstände übereinstimmen und sich die Förderzeiträume überschneiden)
  • Förderzeitraum: 01.11.2020 bis 30.06.2021
  • Förderhöhe: Abhängig von der Belastung i. d. R. mind. 5.000 Euro bis max. 100.000 Euro (höhere Hilfen bei Vorliegen eines besonderen landespolitischen Interesses möglich)
  • Fördertatbestand: Hilfen werden auf Basis der nachgewiesenen Fixkosten gewährt
  • Beihilferechtliche Grundlage: Bundesregelung Kleinbeihilfen sowie ggf. De-minimis-Verordnung, Bundesregelung Fixkostenhilfe und Bundesregelung Novemberhilfe / Dezemberhilfe
  • Antragsfrist: Anträge müssen bis spätestens 31. August 2021 bzw. bei Antragsstellung auf Grundlage der Bundesregelung Novemberhilfe / Dezemberhilfe bis spätestens 30. Juni 2021 eingereicht werden
  • Antragsverfahren: Antragsstellung erfolgt über einen prüfenden Dritten (bspw. Steuerberater/in, Steuerbevollmächtigte/n, Wirtschaftsprüfer/in, vereidigten Buchprüfer/in oder Rechtsanwalt/-anwältin) über die digitale Schnittstelle www.haertefallhilfen.de bei der NBank
  • Ansprechpartner: NBank (Tel.: 0511 / 30031-333; E-Mail: ueberbrueckungshilfe@nbank.de)
     

Weitere Informationen und Antragsunterlagen stehen bereit unter: www.haertefallhilfen.de bzw. www.haertefallhilfen.de/HSF/Redaktion/DE/Dossiers/niedersachsen.html.
 

Sonderfonds für Kulturveranstaltungen

Das Bundeskabinett hat den Sonderfonds für Kulturveranstaltungen beschlossen. Er zielt darauf ab, die Wiederaufnahme und die Planbarkeit von Kulturveranstaltungen vor dem Hintergrund der Pandemie-bedingten Unsicherheiten zu unterstützen.

Der Sonderfonds besteht aus zwei Bausteinen und unterscheidet zwischen kleineren und größeren Kulturveranstaltungen (bis bzw. ab 2.000 Personen):

1. Wirtschaftlichkeitshilfe für kleinere Kulturveranstaltungen (bis 2.000 Personen)
Ziel der Wirtschaftlichkeitshilfe ist es, die Durchführung von Kulturveranstaltungen zu ermöglichen, obwohl wegen Corona-Auflagen nur eine reduzierte Anzahl von Personen teilnehmen kann.

  • Fördergegenstand: Bezuschussung der Einnahmen aus Ticketverkäufen für Kulturveranstaltungen, die im Juli 2021 für bis zu 500 und ab August 2021 für bis zu 2.000 Besucherinnen und Besuchern geplant werden
  • Ausgleich von Verlusten der Veranstalter, dabei gilt:
    • Pandemie-bedingte Verringerung der Zahl der Teilnehmenden um mind. 20 %
    • Bezuschussung der Ticketeinnahmen aus bis zu 500 verkauften Tickets im Juli 2021 bzw. den ersten 1.000 verkauften Tickets ab August 2021 um bis zu 100 % (d. h. Veranstalter erhält für jedes verkaufte Ticket den gleichen Ticketpreis nochmals als Zuschuss)
    • Bei besonders strengen Hygieneauflagen und Begrenzung der Zahl der Teilnehmenden auf unter 25 % der Maximalauslastung: Erhöhung des Zuschusses bis zur Höhe der doppelten Ticketeinnahmen möglich
    • Förderung erfolgt kostenbasiert und max. so hoch wie auftretende Finanzierungslücke (zwischen Kosten der Veranstaltung und erzielten Einnahmen)
    • Fördersumme: 100.000 Euro pro Kulturveranstaltung
  • Hinweis: Für Veranstaltungen, die regulär am selben Veranstaltungsort wiederholt werden (bspw. Filmvorführungen im Kino), ist eine gesonderte Regelung vorgesehen
  • Antragsverfahren:
    • Registrierung der Veranstaltung vor Durchführung (u. a. Einreichung von Hygienekonzept erforderlich)
    • Antragstellung nach Durchführung der Kulturveranstaltung über die Landeskulturbehörde / beauftragte Stelle, in deren Bereich die Veranstaltung stattfand

Darüber hinaus wird es für Kulturveranstaltungen mit unter 2.000 Besucherinnen und Besuchern eine Ausfallabsicherung i. H. v.  50 % der nachgewiesenen, veranstaltungsbezogenen Kosten geben. Diese greift für den Fall, dass wegen einer Verschärfung der öffentlichen Pandemiebestimmungen eine Kulturveranstaltung, die für die Wirtschaftlichkeitshilfe registriert war, nicht stattfinden kann.

2. Ausfallabsicherung für größere Kulturveranstaltungen (ab 2.000 Personen)
Dieses Instrument zielt darauf ab, Planungssicherheit zu geben und sicherzustellen, dass große Konzerte, Festivals und Kulturveranstaltung trotz der Corona-Pandemie wieder geplant werden.

  • Fördergegenstand: Ausfallversicherung für größere Kulturveranstaltungen, die unter Beachtung Corona-bedingter Hygienebestimmungen für mehr als 2.000 Besucherinnen und Besucher ab dem 1. September 2021 geplant werden
  • Förderhöhe: Max. 80 % der entstandenen Ausfallkosten bei einer pandemiebedingten Absage, Teilabsage oder Reduzierung der Teilnehmerzahl oder einer Verschiebung, jedoch max. 8 Mio. Euro pro Veranstaltung (bei Teilabsagen bzw. Reduzierung der Teilnehmerzahl: Abzug der erzielten veranstaltungsbezogenen Einnahmen von den Ausfallkosten)
  • Förderfähige Kosten: Bspw. Betriebskosten, Kosten für Personal, Anmietung, Wareneinsätze, Künstlergagen, beauftragte Dienstleister etc. (Hinweis: Feste Liste an förderfähigen Kosten vorgesehen)
  • Antragsverfahren:
    • Registrierung der Kulturveranstaltung vor der geplanten Durchführung auf der IT-Plattform der Länder (Vorlage einer Kostenkalkulation und eines Hygienekonzepts o. ä. erforderlich)
    • Beantragung der Mittel im Schadensfall (Nachweis der Verluste durch Veranstalter, Bestätigung durch prüfende Dritte)


Nähere Informationen finden Sie bei Interesse in der Pressemitteilung der Bundesregierung.

Die Abwicklung in Niedersachsen wird durch die NBank erfolgen. Auf der Website werden in Kürze weitere Details veröffentlicht.