Einwohnerbefragung zum Verbleib in der Entwicklungszone der UNESCO-Biosphärenregion

Der Rat der Stadt Borkum hat am 24.02.2022 beschlossen, eine Einwohnerbefragung hinsichtlich des Verbleibs in der Entwicklungszone der UNESCO-Biosphärenregion durchzuführen.

Darum geht es:

Das Niedersächsische Wattenmeer genießt in vielfacher Weise Schutz und Anerkennung. Es ist Nationalpark, UNESCO-Biosphärenregion und Weltnaturerbe-Stätte.
Auf einer Gesamtfläche von 345.000 ha. erstreckt sich die Kern- und Pflegezone der Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer. Die Flächen sind deckungsgleich mit dem rechtlich gesicherten Ruhe- und Zwischenzonen des Nationalparks. Zu der UNESCO-Biosphärenregion gehört auch eine räumlich definierte Entwicklungszone, in der menschliches Wirtschaften und Natur mit dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung modellhaft vereint werden.
Um den Status als Biosphärenregion zu erhalten, soll diese jetzt um die Entwicklungszone erweitert werden. Die Nationalparkverwaltung, als zuständige Behörde, stellt den Antrag zur Erweiterung der Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer.
Am 26.08.2021 hat der Rat der Stadt Borkum beschlossen, dass auch die Gebiete der Stadt (siehe Karte) in die Entwicklungszone der UNESO-Biosphärenregion kommen. Mit der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer wurde daraufhin im September eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Es geht um eine nachhaltige Entwicklung Borkums. Mit ihrem Eintritt in die Entwicklungszone beurkundet Borkum ihre Übereinstimmung mit den Zielen des MAB-Programms (MAB = Der Mensch und die Biosphäre, siehe: Kultur und Natur | Deutsche UNESCO-Kommission) der UNESCO.
 

UNESCO-Biosphärenregionen haben die Aufgaben,

  • Aufbau nachhaltiger, gesunder und gerechter Gesellschaften, Wirtschaftsweisen und florierender menschlicher Siedlungen in Einklang mit der Biosphäre beizutragen,
  • Biodiversität (Artenvielfalt) zu erhalten, Ökosystemleistungen wiederherzustellen und zu fördern, nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen zu fördern,
  • Nachhaltigkeits- und Biodiversitätswissenschaften, Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Hilfe zur Selbsthilfe zu fördern,
  • Abschwächung von und Anpassung an Klimawandel und andere Aspekte des globalen Wandels zu unterstützen.
     

Die Vereinbarung finden Sie hier: Kooperationsvereinbarung
 

Am 24.02.2022 wurde beschlossen, eine Einwohnerbefragung zu diesem Thema nach § 35 des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes durchzuführen. Es sollen die Einwohner gefragt werden, ob Borkum (Stadtgebiet, Ortsteil Reede und andere Gebiete lt. Karte) in der Entwicklungszone der Biosphärenregion bleiben soll. Bitte senden Sie die Abstimmungskarte in dem beigefügten Umschlag bis zum 16. Mai 2022 zurück.